Herz, Stoffwechsel und gesundes Altern
Die Gesundheit des Herzens und der Blutgefäße könnte enger mit dem Darm verbunden sein, als lange angenommen wurde. Darmbakterien produzieren Substanzen, die zu einer starken Darmwand beitragen und helfen, die Entzündungsreaktionen im Körper zu regulieren. Störungen im Mikrobiom werden daher zunehmend im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht.
In diesem Video erklärt Hausarzt Dr. Van de Griendt , wie das Mikrobiom die Herz-Kreislauf-Gesundheit beeinflussen kann und welche Rolle die Darmgesundheit dabei spielt.
Diabetes
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper Schwierigkeiten hat, den Blutzuckerspiegel richtig zu regulieren. Dies erhöht unter anderem das Risiko von Schäden an Herz, Augen, Nieren und Füßen.
Bei Typ-2-Diabetes spielen entzündliche Reaktionen und Insulinresistenz eine wichtige Rolle. Forschungen zeigen, dass das Mikrobiom von Menschen mit Diabetes sich von dem gesunder Menschen unterscheidet. Daher wächst das Interesse an der Rolle des Mikrobioms bei der Entwicklung und dem Fortschreiten von Diabetes.
Fettleibigkeit
Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ist eine Entwicklungsstörung, die die Verarbeitung von Informationen im Gehirn beeinträchtigt. Charakteristisch sind Unterschiede in sozialer Interaktion, Kommunikation und Verhalten.
Forschungen zeigen, dass Auffälligkeiten im Mikrobiom häufiger bei Menschen mit Autismus auftreten. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Darmbeschwerden und eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand häufiger vorkommen. Daher wird immer mehr Forschung zur möglichen Rolle des Mikrobioms bei Autismus betrieben.
Metabolisches Syndrom
Das metabolische Syndrom ist eine Kombination von Risikofaktoren, darunter Fettleibigkeit (insbesondere rund um den Bauch), erhöhter Blutzuckerspiegel, Bluthochdruck und abnormale Cholesterinwerte.
Für all diese Faktoren wurde eine Beziehung zum Mikrobiom festgestellt. Darüber hinaus spielt die erhöhte Entzündungsaktivität im Körper eine wichtige Rolle. Forschungen deuten darauf hin, dass das Mikrobiom diese Prozesse beeinflusst und daher möglicherweise auch das metabolische Syndrom beeinflusst.
Bluthochdruck
Bluthochdruck (Hypertonie) bedeutet, dass das Blut mit erhöhtem Druck durch die Blutgefäße fließt. Bluthochdruck liegt auf, wenn der systolische Druck 140 mmHg oder höher und/oder der diastolische Druck 90 mmHg oder höher beträgt.
Forschungen zeigen, dass sich die Zusammensetzung und Vielfalt des Mikrobioms bei Menschen mit Bluthochdruck von der gesunder Menschen unterscheidet. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Veränderungen im Mikrobiom den Blutdruck beeinflussen können. Mehrere Studien mit Probiotika zeigen, dass die Unterstützung des Mikrobioms zu einer Blutdrucksenkung beitragen kann.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße. Bekannte Beispiele sind Herzinfarkt, Schlaganfall, intermittierende Klaudicatio und Herzkrämpfe.
Immer mehr Forschungen zeigen, dass das Mikrobiom an Prozessen beteiligt ist, die eine Rolle bei der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen. Insbesondere entzündliche Reaktionen in den Blutgefäßen und die Entwicklung einer Arteriosklerose scheinen teilweise vom Mikrobiom beeinflusst zu sein.
Arteriosklerose
Arteriosklerose, auch bekannt als Arteriosklerose, ist eine Erkrankung, bei der sich die Blutgefäße aufgrund der Ansammlung von Fetten und Entzündungszellen in der Arterienwand verengen. Dies kann die Durchblutung zu Organen und Geweben verringern.
Forschungen zeigen, dass entzündliche Reaktionen, die an der Entwicklung der Atherosklerose beteiligt sind, vom Mikrobiom beeinflusst werden können. Deshalb wird die mögliche Rolle der Darmgesundheit bei der Entwicklung und dem Verlauf dieser Erkrankung zunehmend untersucht.
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