Die Reaktion auf Nahrung ist stark individuell
Die Makronährstoffzusammensetzung der Nahrung erklärt nur 16-32% der Glukosereaktion auf Nahrung. Individuelle Faktoren wie die Zusammensetzung, Funktion und Struktur des Mikrobioms sind viel entscheidender. Dies zeigt die PREDICT-1-Studie, die mehr als 1000 Zwillinge und Nicht-Zwillinge intensiv verfolgte (https://doi.org/10.1093/cdn/nzz037.OR31-01-19, siehe hier die vollständige Präsentation).
Reizdarmsyndrom (RDS) verbessert sich mit Probiotika und Glutamin
Probiotika lindern Schmerzen und verbessern die allgemeine Symptomatik beim Reizdarmsyndrom (IBS), so eine Meta-Analyse von RCTs. Die Wirksamkeit hängt jedoch von der Zusammensetzung ab (https://doi.org/10.3748/wjg.v21.i10.3072). In vielen Fällen besteht beim Reizdarmsyndrom auch eine erhöhte Darmpermeabilität, insbesondere wenn Durchfall im Vordergrund steht. In diesen Fällen hat sich Glutamin als wirksam erwiesen (https://gut.bmj.com/content/68/6/996).
Probiotika möglicherweise nützlich bei Osteoporose
Das Mikrobiom spielt eine wichtige Rolle in der Darm-Knochen-Achse. Tierstudien geben erste Hinweise darauf, dass Probiotika einen schützenden Effekt gegen Osteoporose haben (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5710820/). Bei älteren Menschen mit Knochenbrüchen führt die Supplementierung mit Probiotika zudem zu einer schnelleren Heilung der Knochen und weniger Schmerzen (http://doi.org/10.3920/BM2016.0067).
