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So funktioniert es

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Was ist das Mikrobiom

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Gehirn, Stimmung und Verhalten

Immer mehr Forschung deutet auf einen Zusammenhang zwischen dem Mikrobiom und dem Gehirn hin. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse sind Darm und Nervensystem ständig miteinander verbunden. Darmbakterien produzieren Substanzen, die Prozesse im Gehirn beeinflussen können, während Stress, Emotionen und neurologische Prozesse wiederum die Darmfunktion beeinflussen können.

Veränderungen im Mikrobiom werden bei verschiedenen neurologischen und psychischen Erkrankungen untersucht, darunter Depressionen, Autismus, Parkinson, Demenz und Alzheimer.

Im Video erklärt Dr. Pereira, wie die Darm-Hirn-Achse funktioniert und welche Rolle das Mikrobiom bei psychischen Beschwerden und neurologischen Störungen spielen könnte.

Depression und Stimmungsbeschwerden

Depression ist eine psychische Erkrankung, die Gefühle, Gedanken und Stimmung beeinflusst. Menschen mit Depressionen fühlen sich oft lange Zeit düster, empfinden weniger Freude an alltäglichen Aktivitäten und leiden regelmäßig unter Energie- oder Motivationsmangel. Von Depression spricht man meist, wenn diese Symptome mindestens zwei Wochen anhalten.

Bei Menschen mit Depressionen wurden Unterschiede in der Zusammensetzung des Mikrobioms festgestellt. Darüber hinaus werden bestimmte von Darmbakterien produzierte Substanzen, wie kurzkettige Fettsäuren, hinsichtlich ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Gehirnfunktionen untersucht. Daher wächst das Interesse an der Rolle des Mikrobioms bei depressiven Symptomen.

Autismus

Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ist eine Entwicklungsstörung, die die Verarbeitung von Informationen im Gehirn beeinträchtigt. Charakteristisch sind Unterschiede in sozialer Interaktion, Kommunikation und Verhalten.

Forschungen zeigen, dass Auffälligkeiten im Mikrobiom häufiger bei Menschen mit Autismus auftreten. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Darmbeschwerden und eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand häufiger vorkommen. Daher wird immer mehr Forschung zur möglichen Rolle des Mikrobioms bei Autismus betrieben.

Parkinson

Die Parkinson-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der bestimmte Nervenzellen im Gehirn allmählich beschädigt werden. Dies führt zu Beschwerden wie Vibrationen, Steifigkeit und Bewegungsproblemen.

Auffällig ist, dass viele Menschen mit Parkinson schon Jahre vor Beginn der Bewegungsprobleme Darmbeschwerden wie Verstopfung erleben. Darüber hinaus haben verschiedene Studien Auffälligkeiten in der Zusammensetzung des Mikrobioms gefunden, die offenbar mit der Schwere der Symptome zusammenhängen. Dies hat zu vielen Forschungen zur Beziehung zwischen Parkinson und dem Darmmikrobiom geführt.

Demenz

Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen das Gehirn immer weniger in der Lage ist, Informationen zu verarbeiten. Gedächtnisprobleme, Verhaltensänderungen sowie Probleme mit Denken und Planung sind häufig.

Forschungen zeigen, dass Menschen mit Demenz, insbesondere Alzheimer, Unterschiede in der Zusammensetzung ihres Mikrobioms im Vergleich zu gesunden Menschen aufweisen können. Darüber hinaus werden bestimmte bakterielle Substanzen häufiger bei Patienten mit Demenz gefunden. Diese Erkenntnisse deuten auf eine mögliche Beziehung zwischen dem Darmmikrobiom und dem Beginn oder Verlauf der Demenz hin.

Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form von Demenz. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch einen allmählichen Rückgang des Gedächtnisses, der Denkfähigkeit und der täglichen Funktionsfähigkeit.

Forschungen zeigen, dass Menschen mit Alzheimer Unterschiede in der Zusammensetzung ihres Mikrobioms im Vergleich zu gesunden Personen aufweisen können. Darüber hinaus wurden bestimmte Bakterien und bakterielle Substanzen häufiger im Gehirngewebe verstorbener Alzheimer-Patienten gefunden. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Darmmikrobiom eine Rolle beim Beginn und Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit spielen könnte.

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